Mama motiviert

Im Beitrag "Mama IST motiviert!" ging es darum, wie du dich aus deiner Komfortzone ins TUN bringen kannst.

Damit du motiviert bist Dinge zu tun, die einfach nicht grad so leicht von der Hand gehen.

 

In diesem Artikel geht es darum, wie du deine Kinder motivieren kannst!

 

Haaa, eine weitere Meisterleistung von uns Mamis. Wir argumentieren, erfinden, diskutieren und jaa, manchmal schreien wir auch, damit die Kinder endlich dieses oder jenes machen, endlich vorschig machen und so weiter.

 

Andere zu motivieren ist eine Herausforderung!

Im Kleinkindalter ist das ein Spaziergang! Wirklich? Ja, also ich finde schon! Da kann man ein Lied zum Zähne putzen trällern oder einen Boogie woogie dazu tanzen, man sagt ein Verslein auf, gibt die Aufträge mit verstellter Stimme oder macht ein Theater mit Waschlappen und Haarbürste uuuund die Kleinen sind gewaschen und gekämmt.

(naaaa gut, ausser es ist im Trotzalter.....doch mit der richtigen Fragetechnik geht das auch noch;-)

 

Aber ein 10-jähriges Kind dazu zu bringen die unliebsamen Französisch Vokabeln zu büffeln oder die Zahnspange einzusetzen, um 20 Uhr zuhause zu sein oder einfach mehr Eigeninitiative in verschiedenen Bereichen zu zeigen ist dann schon wieder eine andere Sache!

Wie kann ich also mein Kind motivieren?

Schauen wir uns an, was es NICHT motiviert:

  1. Wenn das Kind unterfordert ist - die Aufgabe langweilt es oder der Druck ist noch nicht gross genug (es hat noch viel Zeit bis die Aufgabe erledigt sein soll/muss.
  2. Wenn das Kind überfordert ist - das Kind unterschätzt seine Fähigkeiten oder aber weiss bestimmt, dass es diese Aufgabe nicht schaffen kann.
  3. Das Kind sieht keinen Sinn in der Aufgabe!

 

Zu Punkt 1 und 2 Unter-/Überforderung:

Als Mama darfst und sollst du erwarten, dass sich dein Kind anstrengt! Du kennst es gut und weisst was es kann! Passe deine Erwartungen und Ansprüche deinem Kind an. Und ja, jedes Kind hat da seine eigene Messlatte. Es ist egal wie was die anderen Kinder machen! Ich habe hier schon einen interessanten Beitrag darüber geschrieben: Mehr Zufriedenheit im Alltag!

Also, du kannst die Messlatte ruhig hoch halten, Anstrengung erwarten, aber das Ergebnis darf dir egal sein, sofern sich das Kind angestrengt hat! Honoriere die Anstrengung nicht das Resultat!!

Hinzu kommt, dass kein Mensch will, dass über es bestimmt wird. Auch Kinder nicht. Und das hat nichts mit antiautoritärer Erziehung zu tun! Ein gemeinsames Zuhören und Wege finden schafft Vertrauen und stärkt die Beziehung zwischen Eltern und Kinder. Wir lieben alle den Frieden und suchen die Harmonie - Kinder ganz besonders. Sie sind durchaus bereit zu kooperieren. Jesper Juul sagt, dass Kinder liebend gerne kooperieren wenn sie sich wohl fühlen und ihre Anliegen gehört und verstanden werden. 

Meine Motivationstipps:

  1. Alles beginnt mit dir: Bist du ruhig, entspannt und ohne Druck färbt sich das auf das Kind ab! Kontrolliere deinen Gemütszustand.
  2. Zeige mit ICH-Sätzen ganz genau deine Erwartungen auf: Ich würde mich freuen, wenn du die nächsten 10 Minuten selbstständig an deinen Hausaufgaben arbeitest!
  3. Versuche mit überschaubaren Häppchen den Auftrag schmackhaft zu machen: Statt "übe das ganze Notenblatt mit deinem Instrument" den Fokus auf die erste Linie legen. Kopiere sie, schneide sie aus und klebe sie auf ein separates Blatt notfalls! So dass das Kind nur diese Linie vor sich hat. Oder übe erst mal 5 Französischwörter. Kannst du sie überprüfe ich es und dann sind die nächsten 5 dran.
  4. Schaffe Zeitinseln: Arbeite 15 Minuten an deinen Hausaufgaben, dann kannst du 15 Minuten spielen. Wir stellen den Wecker dafür auf.
  5. Lob und Anerkennung fördern die Motivation. Aaaber: Lobe immer wieder die Anstrengung und nicht das Ergebnis! Du hast konzentriert gearbeitet, das hast du alleine geschafft, ich bin stolz wie du das geschafft hast, du hast dir wirklich Mühe gegeben usw. !
  6. Gehe Kompromisse ein: 15 Minuten länger aufbleiben dürfen....und gemeinsam lesen; Hausaufgaben mit Musik (bei mehreren Kindern evtl. mit Kopfhörer;-) achte auf die Musikwahl- eher ruhig und in einer Fremdsprache),
  7. Scheue dich nicht, auch die neuen Medien einzubeziehen. Kinder lieben es am Tablet oder phone zu arbeiten. Wieso nicht nutzen für Einmaleinstraining oder ähnliches?
  8. Frage das Kind konkret, was ihm helfen würde, dass es ihm einfacher fällt! Gehe auf seine Lösungsvorschläge ein, vertraue ihm.
  9. Humor und Spass ist immer gut! Lies doch das Gedicht oder den Text mal wie ein alter Grosspapa, oder wie eine kleine Elfe oder im Schneckentempo oder wie Fräulein Rottenmeier? Lacht euch schlapp! Der Text wird im Gedächtnis bleiben! Spiel das Musikstück doch mal rückwärts und kannst du dich als Hexe verkleiden und dabei dein Zimmer aufräumen? Aufräumtipps gibt es übrigens hier: Ordnung im Kinderzimmer
  10. Sage deinem Kind immer dass du es lieb hast...auch wenn es nicht das macht was du willst!
  11. Funktioniert gar nichts? Tief einatmen, ausatmen und dich mal zurückziehen, nimm dich raus - warte einfach mal ab!

 

Wenn es ganz konkret um Hausaufgaben geht kann ich dir Mit Kindern lernen sehr empfehlen.

Ich bin gespannt! Hast du ein paar Motivationstipps? Hinterlasse mir einen Kommentar!

Lieben Gruss

Fabienne

Mamabüro

Fabienne ist Mama von zwei Mädchen, Hausfrau, Puppenmacherin, Schäferin und Lebensliebhaberin! Sie liebt es zu Planen und hilft auch dir dabei, deinen Mamialltag zu strukturieren! Ihr Mambusiness findest du auf www.fadenkorb.ch!

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