Ordnung im Kinderzimmer

Hier siehst du eine Lektion aus meinem Kurs „Mamabüro“! Du findest Links und weitere Infos in meinem Blogbeitrag dazu auf mamabüro.ch

Also, heute geht es in die Höhle des Löwen…..sozusagen, oder?

Das Kinderzimmer ist meistens Chaos pur! Yep, auch bei uns! Mittlerweilen habe ich die Verantwortung über die Ordnung im Kinderzimmer an meine beiden girls (10 und 8 Jahre) abgegeben. Ich putze wenn ich hindurchkomme! Und ja, ich übersehe grosszügig herumliegende Socken und Unterhosen. Spätestens wenn diese im Schrank knapp werden landen sie im Wäschekorb.

Etwas, dass du dir sofort zulegen solltest: Scheuklappen;-)

Spielkameraden eingeladen werden dürfen, wenn das Zimmer aufgeräumt ist.

Die Mädchen dürfen mich fürs Aufräumen hinzuziehen, kein Problem!

Kinder bis zu 6 Jahren können sehr schwer alleine aufräumen. Sie sind schlichtweg überfordert. Also „geh dein Zimmer aufräumen“ ist eine nicht sehr effektive Aufforderung, wie du bestimmt auch schon festgestellt hast. „Wir machen Ordnung“ klingt schon zuversichtlicher. Achte auf deine Sprache! Die Ordnung beginnt bei dir und geht dann über auf die restlichen Familienmitglieder! Aber auch noch das „Ordnung machen“ ist ein grosser Oberbegriff der den Kindern nichts sagt. „Räume du alle Lego in den Korb.“ Oder, „lege die Puppenkleidung in den Koffer!“ Das sind ganz konkrete Aufträge, welche die Kinder verstehen und umsetzen können! Mit Musik und eben, in Gesellschaft räumt es sich wunderbar auf.

Mache das Aufräumen möglichst einfach, indem vorwiegend Kisten bereitstehen, in welche die Sachen verräumt werden können. Ordne alles nach Themen, wie im Kindergarten. Da gibt es eine Bauecke, eine Puppenstube, einen Maltisch usw. Du hast vielleicht nicht so viel Platz zur Verfügung – aber wichtig ist: Alles was zusammen gehört an einem Ort!

 

Auch das Kinderzimmer will regelmässig ausgemistet werden. Denn da sammelt sich so einiges an!

Ich bin dafür, dass mit den Kindern ausgemistet und aufgeräumt wird. Es ist schliesslich ihr Reich und sie sollen lernen loszulassen! Allerdings habe ich auch schon als Geburtstagsüberraschung das Kinderzimmer komplett aufgeräumt, gereinigt und neu umgestellt. Mein grosses Mädchen war überwältigt! Aber alle aussortierten Sachen lagen in einem Karton und es konnte durchsehen, was weg kann und was bleiben soll!

Aber beginnen wir mit der grossen Challenge. Die untenstehenden Punkte können über mehrere Tage verteilt werden. Je nach Alter der Kinder und je nach Familienzeit:

  1. Mache ein Foto vom aktuellen IST-Zustand! Betrachte es mit deinem Kind und besprich mit ihm:
    1. Was ihm an seinem Zimmer besonders gefällt
    2. Mit was es am liebsten spielt
    3. Was es gerne mehr hätte (Platz zum Lesen, ein Hängestuhl usw.)
    4. Was das Kind an seinem Zimmer stört
  2. Jetzt stellst du einen Abfallsack auf und einen Wäschekorb! Alles was auf dem Boden liegt und als Müll definiert wird kommt in den Abfallsack! Alles andere in den Wäschekorb. Da können die Kleinsten auch super mithelfen. So, jetzt sollte schon mal ein Durchkommen im Zimmer möglich sein, oder?
  3. Erkläre dem Kind, dass du zuerst deine Arbeit erledigen möchtest, indem du im Schrank Ordnung reinbringst. Frag das Kind, ob es dir helfen kann beim Aussortieren der Kleidung.
  4. Stelle einen Sack für die Altkleidersammlung bereit
  5. Räume den ganzen Schrank leer und lege alles auf das Bett. Reinige den Schrank. Da helfen die Kinder liebend gerne mit.
  6. Nimm dann jedes Kleidungsstück in die Hand und schau ob die Grösse noch passt. Sortiere aus, was zu klein ist. Lege in den Schrank was passt UND GEFÄLLT! Schaue dir mal Marie Kondos Falt-Technik auf Youtube nach! Ein etwas anderes System um Kleider in Schränke zu räumen. Und sei ein wenig radikal. Dein Kind braucht keine 24 Shirts und 15 Unterhemden (tatsächlich bei uns so vorgefunden!!)! Auch wenn du jeden Tag ein sauberes Shirt anziehst reichen doch bestimmt 10 Shirts und 5 Unterhemden! Du wäschst ja jede Woche mindestens ein- oder zweimal. Ich habe meiner Tochter gesagt: Wähle deine 5 liebsten Unterhemden und deine 10 liebsten Shirts. Eh voilà! So geht es mit jeder Kategorie weiter. Und ich will wetten, du hast nun sogar neuen Freiraum im Schrank!
  1. Weiter geht’s: Alle anderen Regale nun ausräumen, abstauben und beim Einräumen überlegen was weg (Abfall), aus den Augen (in den Estrich als Kompromiss) oder dableiben soll! Kinder können sich manchmal schwer von gewissen Dingen trennen. Schlage als Kompromiss vor, davon ein Foto zu machen und es im Fotoalbum des Kindes einzufügen. So bleibt es in Erinnerung.
  2. Nun wird der Wäschekorb näher angeschaut. Was kann weg? Was kann mal zumindest aus den Augen und in den Estrich für einen Moment (so als Kompromiss?)! Was gehört wohin verräumt? Gib jedem Spielzeug seinen Platz! Alle Autos hierhin, alle Bausachen dorthin usw.
  3. Alles an seinem Platz nun? Mache ein Foto und halte die Ordnung fest.
  4. Mache Regeln ab, damit die Ordnung so bleibt. Bevor ein neues Spiel herausgenommen wird das andere versorgen. Bauwerke dürfen (1 Woche??) stehen bleiben.
  5. Jeden Tag 5 Minuten aufräumen bevor zum Beispiel der Fernseh eingeschalten wird oder das Gute Nacht Ritual stattfindet. Stelle die Eieruhr, damit das Kind sieht wie die Zeit verfliesst und wie schnell die 5 Minuten eigentlich um sind. Und definiere genau, was es in den 5 Minuten machen soll: Räume alle Bücher ins Regal und die Legos in die Kiste!
  6. Beobachte die Ordnung ein wenig im Kinderzimmer. Wo gibt es immer wieder Rückfälle? Hier muss etwas umstrukturiert werden. Andere Aufbewahrungsmöglichkeiten, anderer Platz usw.

 

Na, wie sieht es aus! Stolz auf euch? Das könnt ihr sein! Einmal heisse Schokolade für alle!!

Du willst mehr Ordnung und Struktur? Melde dich an für meine kostenlose Challenge – nur für Mamis!

 

 

 

Mamabüro

Fabienne ist Mama von zwei Mädchen, Hausfrau, Puppenmacherin, Schäferin und Lebensliebhaberin! Sie liebt es zu Planen und hilft auch dir dabei, deinen Mamialltag zu strukturieren! Ihr Mambusiness findest du auf www.fadenkorb.ch!

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